ERKLÄRUNG
Auszahlungsmodelle von Mining-Pools erklärt: PPS, PPLNS und was Sie wirklich verdienen
PPS zahlt einen vorhersehbaren Betrag und lässt sich die Sicherheit bezahlen. PPLNS zahlt im Schnitt mehr und gibt Ihnen die Schwankung weiter. Was zu Ihnen passt, hängt von Ihrem Puffer ab.
Kurzantwort
PPS zahlt einen festen Betrag pro Share, unabhängig davon, ob der Pool Blöcke findet, und verlangt für die Übernahme dieses Risikos eine höhere Gebühr. PPLNS zahlt aus tatsächlich gefundenen Blöcken, sodass es über die Zeit mehr zahlt, aber mit echter Schwankung.
Vergleiche von Pool-Gebühren sind nahezu bedeutungslos, wenn man das Auszahlungsmodell nicht kennt, denn die Gebühr ist in jedem Fall der Preis für ein anderes Produkt.
PPS — Pay per Share
Der Pool zahlt einen festen Betrag für jede gültige Share, die Sie einreichen, egal ob der Pool an diesem Tag einen Block findet oder nicht. Ihr Einkommen wird dadurch fast perfekt vorhersehbar. Der Pool trägt das gesamte Glückselement — und verlangt dafür eine höhere Gebühr.
Das eignet sich für alle mit knapper Marge oder ohne finanziellen Puffer, denn zwei Wochen Pech hindern Sie nicht daran, die Stromrechnung zu bezahlen.
PPLNS — Pay per Last N Shares
Sie werden aus den Blöcken bezahlt, die der Pool tatsächlich findet, im Verhältnis zu Ihrem jüngsten Beitrag. Über ein ausreichend langes Zeitfenster zahlt das mehr als PPS, weil Sie niemanden dafür bezahlen, Ihre Schwankung zu tragen. Über ein kurzes Zeitfenster kann es deutlich weniger zahlen, gelegentlich auch fast gar nichts.
PPLNS bestraft zudem gezielt das Pool-Hopping — genau das ist der Sinn des Fensters der „letzten N Shares“.
FPPS und Hybridmodelle
Full Pay-per-Share (FPPS) addiert die Einnahmen aus Transaktionsgebühren zur PPS-Basis. Das ist inzwischen die häufigste Regelung bei großen Pools und in der Regel die beste Standardwahl für kleine Miner — prüfen Sie aber, ob sich die beworbene Gebühr nur auf die Block-Subvention oder auch auf die Gebühreneinnahmen bezieht.
Wie man ehrlich vergleicht
Betrachten Sie Gebühr, Auszahlungsmodell und Auszahlungsschwelle gemeinsam, und vergleichen Sie über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Ein Prozentpunkt Unterschied bei der Gebühr ist klein im Vergleich zu einer Stunde Ausfallzeit, und beides ist klein im Vergleich zum Betrieb einer ineffizienten Maschine — siehe die vier Zahlen, die wirklich zählen.
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Die wichtigsten Punkte
- Sie entscheiden, wer die Schwankung trägt — und zahlen entsprechend.
- PPS eignet sich für knappe Margen und angespannten Cashflow.
- Vergleichen Sie Modelle über Monate, niemals über Tage.
Risikohinweis
Mining-Erträge hängen vom Coin-Preis, der Netzwerkschwierigkeit, der Blockbelohnung und den Stromkosten ab, die sich alle fortlaufend ändern. Die Zahlen hier sind eine Momentaufnahme unter genannten Annahmen, keine Prognose. Dies ist keine Finanzberatung.
Häufig gestellte Fragen
Welches Modell bringt mehr ein?
Über einen langen Zeithorizont PPLNS, weil Sie keinen Aufschlag für Sicherheit zahlen. PPS bringt im Schnitt weniger ein, entfernt aber die Schwankung.
Beeinflusst die Poolgröße meine Erträge?
Bei PPS kaum. Bei PPLNS findet ein größerer Pool regelmäßiger Blöcke, was die Auszahlungen glättet, ohne den langfristigen Durchschnitt zu verändern.